Die umfassende Untersuchung des DISQ im Auftrag von ntv befragt 4.342 Privatkunden zur Zufriedenheit mit 38 Versicherungsgesellschaften und erzielt ein Gesamturteil von 69,9 Punkten („befriedigend“). In der Differenzierung erfährt die Produktqualität eine positive Bewertung von 74,2 Prozent, während der Kundenservice mit 71,5 Punkten abschneidet. Das abschließende Ranking listet an erster Stelle den Münchener Verein, gefolgt von HUK24 und der Württembergischen, die sich deutlich von den weiteren 35 getesteten Versicherern abheben.
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38 Anbieter im Test: Gesamtnote 69,9 befriedigend, Verbesserungsbedarf identifiziert
Die jüngste Untersuchung des DISQ kommt zu einem Durchschnittswert von 69,9 Punkten für 38 private Versicherungsanbieter, was die Gesamtbewertung „befriedigend“ rechtfertigt. Das Ergebnis liegt marginal unter dem Vorjahreswert von 70,4 Punkten. Eine „sehr gut“-Notierung vergibt das DISQ an keinen Anbieter. Im Servicebereich erzielt man 71,5 Punkte, während circa 27 Prozent der Kunden die Schadensregulierung kritisieren und damit deutliches Verbesserungspotential deutlich machen, insbesondere aufgrund unzureichender Erreichbarkeit, langsamer Reaktionszeiten und fehlender Transparenz.
15 der 38 Versicherer erreichen im Produktqualitätsbereich gute Bewertungen
Im Teilsegment Produktqualität erhalten die befragten Versicherer eine Zustimmung von 74,2 Prozent, damit verzeichnen sie den besten Wert aller untersuchten Kategorien. Für diesen Bereich werden fünfzehn Unternehmen im Gesamtvergleich mit „gut“ bewertet. Zugleich bringt knapp ein Drittel der Teilnehmer das Preis-Leistungs-Verhältnis in die Kritik, da sie es als unausgewogen betrachten. Dies fördert die Wechselbereitschaft und setzt Anbieter unter Druck, ihre Konditionen sowie die Transparenz zu verbessern und stärkt den Wettbewerbsdruck.
Hohe Servicewerte verblassen angesichts unzureichender Schadensregulierung und schlechter Erreichbarkeit
Die Servicebewertung liegt mit 71,5 Punkten auf einem soliden Niveau, das insgesamt als gut eingestuft wird. Ungefähr die Hälfte aller Versicherten hat bereits einen Anspruch aus einem versicherten Schaden geltend gemacht, wodurch praktische Einblicke in die Regulierung gewonnen werden. Dennoch berichten circa 27 Prozent über Erfahrungen während des Regulierungsprozesses. Vor allem langsame Bearbeitungszeiten und eingeschränkte Erreichbarkeit von Servicemitarbeitern werden als wesentliche Schwachpunkte genannt. Proaktive Benachrichtigungen sowie verlängerte Servicezeiten verbessern Erreichbarkeit.
Württembergische bietet hervorragende Produktqualität kombiniert mit zufriedenstellendem transparentem Kundenservice
Der Münchener Verein führt das Versichererranking an, indem er mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis und exzellenter Transparenz bei Policenbedingungen punktet. 81 Prozent der Kunden vergeben positive Produktbewertungen, lediglich 13 Prozent berichten von Ärgernissen. HUK24 überzeugt als führender Direktanbieter durch verständliche Vertragstexte und eine niedrige Reklamationsquote. Die Württembergische erzielt hervorragende Werte dank hoher Produktqualität, einem sehr guten Kundenservice mit 61 Prozent höchst positiver Rückmeldung sowie kundenorientierten Preis- und stabilen Transparenzindikatoren insgesamt.
Einzelauswertung gesetzt: 38 Versicherer über Stimmenzahlgrenze im Ranking verglichen
Eine Onlineerhebung, die zwischen April und August 2026 lief, erfasste die Meinungen von 4.342 Privatkunden über 18 Jahre. Kernaspekte waren Service, Preis-Leistung, Produktcharakteristika, Transparenz und Verständlichkeit der Informationen sowie jegliche Ärgernisse. An der Befragung beteiligten sich 87 Versicherer; 38 davon erreichten die vorab definierte Mindestzahl an Kundenstimmen. Diese Anbieter wurden anschließend einer Einzelanalyse unterzogen. Die Datenerhebung erfolgte anonym und digital unter Beachtung einschlägiger Datenschutzrichtlinien der EU sowie strenger methodischer Qualitätskriterien.
Steigende Beiträge und „schleppende Regulierung“ gefährden Kundenloyalität im Versicherungsmarkt
Nach Einschätzung von Bianca Möller, Geschäftsführerin des DISQ, wirken sich Beitragserhöhungen und Verzögerungen bei der Schadenregulierung negativ auf die Kundenbindung aus und steigern die Wechselbereitschaft. Um dies zu vermeiden, sollten Versicherungsunternehmen ihre Servicekanäle multi optional anbieten, Erreichbarkeit 24/7 gewährleisten und schnelle, persönliche Beratung ermöglichen. Ein übersichtliches Schadensstatus-Tracking, automatisierte Status-Updates und regelmäßiges Kundenfeedback seien ebenfalls erforderlich, um das Vertrauen zu festigen und langfristig loyale Beziehungen aufzubauen. digitale Self-Service-Portale bereitstellen proaktiv sein.
Das DISQ-Ranking liefert eine standardisierte Übersicht zur Bewertung von Versicherungsanbietern anhand festgelegter Kriterien wie Produktqualität, Service, Preis-Leistungs-Verhältnis, Transparenz der Vertragsunterlagen und Abwicklungsgeschwindigkeit bei Schäden. Die Veröffentlichung der Ergebnisse schafft mehr Markttransparenz und führt zu gesteigertem Wettbewerbsdruck. Dies animiert die Versicherer, ihre Konditionen zu verbessern und kundenfreundliche Abläufe zu etablieren. Versicherte profitieren von vorteilhafteren Angeboten und professionelleren Services sowie einer zuverlässigen, objektiven Grundlage für ihre Versicherungsentscheidung. Damit gewinnen sie mehr Transparenz.

