27 Prozent der Hauseigentümer sind weiterhin ohne Elementarschutzversicherung gefährdet

0

In Deutschland wird die Einführung einer Pflichtversicherung gegen Elementarschäden in der Wohngebäudeversicherung zunehmend diskutiert. Laut einer Civey-Umfrage im Auftrag der DEVK sprechen sich 62 Prozent der Bevölkerung für einen verpflichtenden Schutz aus, nur 25 Prozent lehnen ihn ab. Die DEVK hat bereits 2011 ein Opt-out-Modell etabliert, wodurch Versicherungsnehmer automatisch abgesichert sind. GDV und Regierungskoalition haben diesen Schritt im Koalitionsvertrag verankert, um Hausbesitzer besser vor Hochwasser, Starkregen und Erdrutsch zu schützen.

Umfrage zeigt starke deutsche Zustimmung für Pflichtschutz gegen Elementarschäden

Mit schmelzendem Schnee und ansteigenden Flusspegeln rückt der vorbeugende Hochwasserschutz in den Mittelpunkt politischer Diskussionen. Der Koalitionsvertrag der Regierungsparteien enthält erstmals eine Vorgabe für eine verpflichtende Versicherung gegen Elementarschäden, bleibt jedoch bezüglich Details und Zeitplan unkonkret. Eine repräsentative Civey-Umfrage, durchgeführt im Auftrag der DEVK, dokumentiert eine breite Zustimmung von 62% in der Gesamtbevölkerung und von beachtlichen 72% unter Immobilieneigentümern, während 25% gegen eine Pflichtversicherung sind. Eine Umsetzung bleibt abzuwarten. Regierung.

Standardpolice schützt nicht automatisch vor Überschwemmungen, Erdbeben und Lawinenabgängen

In der Regel decken Wohngebäudeversicherungen Sturmschäden und Schäden durch Hagel ab, bieten jedoch keine Absicherung gegen Hochwasser, Erdbeben oder Lawinen. Um diese Gefahren abzudecken, ist der separate Abschluss einer Elementarschadenpolice nötig. Laut einer Studie der DEVK wurde diese Zusatzdeckung von 71 Prozent der Immobilienbesitzer erworben. Die GDV-Statistik für 2024 signalisiert allerdings nur einen tatsächlichen Versorgungsgrad von 57 Prozent, womit viele Haushalte weiterhin ohne elementaren Schutz dastehen und handeln fehlt dringend.

Wohnhäuser künftig automatisch gegen Hochwasser Starkregen Erdrutsch abgesichert wären

Im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien ist vorgesehen, dass der Elementarschutz in der Wohngebäudeversicherung alle Immobilien standardmäßig umfasst, um Betroffene bei Naturkatastrophen finanziell abzusichern. Diese Regelung soll Eigentümer wirksam vor existenzbedrohenden Überschwemmungs- und Erdrutschschäden schützen. Auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion antwortete die Bundesregierung lediglich, dass ein Opt-out-Modell geprüft werde. Konkrete Vorgaben zum Abwahlverfahren fehlen, verbindliche Fristen zur Umsetzung sind nicht klar eindeutig festgelegt und ein verbindlicher Stichtag wurde bisher nicht kommuniziert.

DEVK-Neugeschäft mit verpflichtender Elementardeckung seit 2011 übertrifft deutlich Branchendurchschnitt

Seit über einem Jahrzehnt setzt die DEVK bei jedem Neuvertrag ihrer Wohngebäudeversicherung automatisch auf eine erweiterte Elementardeckung, wodurch jede Versicherungssumme bereits gegen Überschwemmungs-, Erdbeben- und Lawinenschäden abgesichert ist, sofern Versicherungsnehmerin und Versicherungsnehmer diese Erweiterung nicht bewusst abwählen. Dr. Michael Zons, Vorstand der DEVK, unterstreicht, dass dadurch das Risiko finanzieller Schocks bei Elementarschäden minimiert und mit einer aktuellen Quote von 67 Prozent im Neugeschäft eine deutliche Marktführerschaft demonstriert wird langfristig stetig.

Über ein Viertel Deutsche verzichten auf Elementarschutz ohne Not

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass mehr als 27 Prozent der deutschen Wohnungsbesitzer keinen Elementarschadenschutz abgeschlossen haben. 41 Prozent dieser Befragten sehen in ihrer Wohnlage kein erhöhtes Risiko für Überflutung oder Erdrutsch und empfinden eine solche Police als unnötig. 32 Prozent argumentieren, dass die Verantwortung für solche Versicherungslösungen allein beim Eigentümer liege. Unter Immobilieneigentümern bedeutet das, dass rund 14 Prozent komplett unversichert bleiben. Diese Lücke im Versicherungsschutz birgt erhebliche finanzielle Risiken

Integriertes Gesamtkonzept vereint staatliche Prävention und verantwortungsvolle Bauplanung sinnvoll

Der GDV setzt sich für eine integrative Elementarschadenschutzstrategie ein, die präventive staatliche Infrastrukturmaßnahmen, verantwortungsvolle Baukonstruktion sowie eine objektive Risikoermittlung für Wohngebäude vereint. Parallel dazu erhebt die DEVK Wetter- und Gefährdungsdaten, leitet daraus fundierte Beratung zu Deckungsumfang und Risikoeinordnung ab und etabliert gezielte Bonusprogramme zur Motivation, Versicherungen abzuschließen. Im Dezember 2025 stellte der Branchenverband ein ausführliches Positionspapier vor, das Umsetzungsschritte und konkrete Empfehlungen umfasst. Es liefert zudem orientierende Zeitpläne und Fristen.

Umfassende Elementarschadendeckung stärkt Schutz von Hausbesitzern gegen Hochwasser, Starkregen

Die verpflichtende Elementarschadendeckung in der Wohngebäudeversicherung beugt existenzbedrohenden finanziellen Folgen durch Naturgefahren wie Überflutungen, Starkregen oder Erdrutsche vor. Sie eliminiert Versorgungslücken und stärkt die Widerstandskraft von Hausbesitzern. Dank des Opt-out-Modells der DEVK greift der Schutz automatisch bei Vertragsabschluss, sofern er nicht explizit ausgeschlossen wird. Erforderlich sind nun detaillierte gesetzliche Regelungen im Koalitionsvertrag sowie ein abgestimmtes Gesamtkonzept, das Prävention, Bauplanung und objektive Risikoanalyse kombiniert, um breite Akzeptanz in der Bevölkerung sichert.

Lassen Sie eine Antwort hier