PETA appelliert dringend an Veterinäramt wegen Pferdequälerei im Springsport

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PETA legte Strafanzeige wegen Tierquälerei vor, nachdem sie Aufnahmen veröffentlicht hatte, die Alessandra Reich bei brutalen Peitschenhieben auf ihr Pferd während der Sunshine Tour in Spanien und eines Turniers in München zeigen. Die Organisation forderte das Veterinäramt Unterallgäu auf, ein Betreuungsverbot zu erlassen, und wandte sich an die FN sowie die FEI mit der Bitte um eingehende Prüfung. setzt sich PETA für verbindliche Kontrollen und tierschutzorientierte Trainingsregeln im Reitsport ein.

PETA erstattet Anzeige wegen schweren Gerte-Misshandlungen durch Profi-Reiterin Alessandra

Das Tierrechtsbüro PETA hält Videomaterial bereit, in dem Alessandra Reich, EM-Bronzemedaillengewinnerin im Springreiten, mehrfach mit kräftigem Schwungeinsatz der Gerte auf ihr Pferd einschlägt. Die Clips entstanden während der Sunshine Tour in Spanien im Januar und Februar 2025 sowie bei einem kombinierten Dressur- und Springturnier im September 2025 in München. Die dokumentierten Gerteeinsätze weisen laut Experten auf systematische, über das übliche Maß hinausgehende Methoden hin. Die Aufnahmen haben eine Strafanzeige zur Folge.

FN und FEI kündigen Überprüfung von Reichs Trainingsmethoden an

Die Tierrechtsorganisation PETA reichte am 9. März 2025 eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft München II ein, um vermutete Misshandlungen im Pferdesport in München nach dem Tierschutzgesetz rechtlich zu verfolgen. Parallel forderte sie das Veterinäramt Unterallgäu auf, der Sportlerin Alessandra Reich ein Betreuungs- und Halteverbot für Tiere zu verhängen, da Verfahren zu ähnlichen Vorwürfen in Spanien nicht in Deutschland möglich sind. Die FN und die FEI kündigten eine unabhängige Untersuchung an.

Unfall im Springreiten: Stute leidet Sprunggelenksbruch, muss eingeschläfert werden

Unabhängig von etwaigen Regelverstößen macht der Bruch des Sprunggelenks der elfjährigen Stute Anyway von het Kervijnhof Z beim German Masters in Stuttgart im November 2024 deutlich, wie gefährlich Springreiten sein kann. EM-Bronzemedaillen-Gewinnerin Alessandra Reich versuchte, das Tier in einer Operation und anschließenden zwei Monaten Reha zu retten. Die schweren Folgeschäden führten jedoch dazu, dass das Pferd Anfang 2025 eingeschläfert werden musste. Dieser Vorfall unterstreicht die Risikohaftigkeit des Sports und fordert umfassende Präventionsmaßnahmen.

Springreiten zwingt Pferde ab drei Jahren zu unnatürlichen Höchstleistungen

Laut PETA werden Pferde im Springreiten bis zu 1,60 Meter hohe Hindernisse überwinden müssen und zu Wettkämpfen transportiert, oft über große Distanzen. In ihrer natürlichen Umgebung springen Pferde überwiegend in Notlagen und keinesfalls regelmäßig. Das intensive Training ab einem Alter von drei Jahren widerspricht ihrem artgemäßen Bewegungsmuster und belastet Geist sowie Körper. Solche Praktiken können zu Stress, Verletzungen und dauerhaften gesundheitlichen Schäden führen und massiv gefährden das Tierwohl internationaler Wettbewerbe.

Peitschen als Trainingsmittel im Springsport belasten Pferde psychisch enorm

In zahlreichen Disziplinen des Springsports dient die Peitsche als gängiges Mittel, um Pferde in ihrem Tempo und ihrer Reaktion zu lenken. Dabei werden oft Schmerzreiz und Furcht kombiniert, um den Tieren unmittelbaren Druck aufzuerlegen. Als Fluchttiere zeigen Pferde darauf Stresssymptome wie erhöhte Herzfrequenz und Angstverhalten. Anhaltende psychische Belastung kann wiederum zu Verhaltensstörungen wie Koppen führen, was eindeutig auf tiefgreifendes Leid und unnatürliche Ausbildungsbedingungen hinweist. Damit leidet ihr Wohlbefinden dauerhaft. Wesentlich.

Durch die koordinierte Vorgehensweise von PETA, FEI, FN und Veterinärbehörden können Richtlinien für das Springtraining sowie Turnierregeln nachhaltig angepasst werden. Eine systematische Kontrolle kombiniert mit strengen Sanktionen bei Verstößen gegen das Tierschutzgesetz gewährleistet, dass Pferde in artgerechten Haltungsformen gehalten werden. Gleichzeitig steigert dies die Transparenz im Sport, mindert das Verletzungsrisiko und unterstreicht die Bedeutung eines fairen Umgangs, der langfristig das Ziel eines gewaltfreien Pferdesports unterstützt und fördert das Tierwohl wesentlich.

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